Günstiger Kredit

Die variable Verzinsung

Ist die Tilgung meines Kredits planbar?

Fühlen auch Sie sich verloren in den unzähligen Irrwegen des Kreditlabyrinths? Gerade in der Planungsphase des neuen Zuhauses sorgen Finanzierungsmethoden oftmals für hoffnungsloses Kopfzerbrechen. Wir sind uns dieser Komplexität durchaus bewusst und möchten Sie daher als kompetente Ansprechpartner_innen in Sachen Wohnfinanzierung zielgerichtet durch dieses Labyrinth begleiten, um Ihnen somit unnötige Wege zu ersparen.

 

 

Bei der Finanzierung des persönlichen Immobilienwunsches ist der Hypothekarkredit, bei welchem die Immobilie als Sicherheit eingesetzt bzw., der_die Kreditgeber_in (die Bank) in das Grundbuch eingetragen wird, nach wie vor die klassische Darlehensform. Vor allem in einer Niedrigzinsphase scheinen die angebotenen Konditionen eines Kredits mit variablem Zinssatz äußerst verlockend. Allerdings gilt es hierbei das nicht unwesentliche Faktum zu beachten, dass sich in diesem Kontext eine Obergrenze vermissen lässt, was unweigerlich dazu führt, dass bei steigenden Leitzinsen die Gefahr einer enorm wachsenden monatlichen Belastung besteht, welche vor allem bei Krediten mit einer langen Laufzeit für ein böses Erwachen aus Ihrem vormals so schönen (Wohn-)Traum sorgen kann.

In Österreich ist der Großteil der Immobilienfinanzierungen variabel verzinst. Um zu verstehen, warum ein variabler Nominalzinssatz eine gewisse, in Prozent ausgewiesene Höhe hat, muss man sich darüber im Klaren sein, dass diese Verzinsungsform aus zwei Komponenten besteht: Zum einen ist hier der Referenzzinssatz (meist EURIBOR – European Interbank Offered Rate) bzw. Indikatorzinssatz, welcher den gängigsten Indikator, der seit Jahren in Kreditverträgen vereinbart wird, beschreibt, zu nennen. Er ist ein Leitzinssatz, an den in der Regel die Zinsen in einem bestimmten Rhythmus – zumeist alle drei Monate – angepasst werden.  Dem gegenüber steht die Zinsmarge, der sogenannte „Aufschlag“, welcher die Verdienstspanne des Kreditinstituts darstellt. Dessen Höhe wird unter anderem durch die Bonität des_der Kund_in, die Art des Kredits und der möglichen Besicherung wesentlich beeinflusst.

Die Praxisanwendung gestaltet sich insofern, als dass der Aufschlag zuzüglich des jeweiligen Indikators in Summe die tatsächliche Kreditkondition für einen Kredit mit variabler Verzinsung ergibt. Hierbei sollte bedacht werden, dass ebenjener Aufschlag bei Konsument_innen über die Gesamtlaufzeit im Regelfall unverändert bleibt. Des Weiteren sollte auf die mögliche Veränderung des Indikatorzinssatzes auf Basis der im Kreditvertrag vereinbarten Intervalle Rücksicht genommen werden, da sich durch diese die periodischen Anpassungen der Kreditraten ergeben.

Die Gefahr dieser Verzinsungsform liegt klar in der fehlenden Absicherung bzw. in dem ungeplanten Zinserhöhungsrisiko, weshalb diese mit Vorsicht zu verfolgen ist. Zudem ist damit eine sehr moderate monatliche Kreditbelastung verbunden.